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Ausbildung und Ausbildungsstruktur

Ausbildung und Ausbildungsstruktur im Fach Deutsch

Seminar: Die Ausbildung findet im Fach Deutsch weitgehend in Stammgruppen mit 6 - 12 TN statt. In regelmäßigen Abständen bieten wir bestimmte Inhalte
in gruppenübergreifenden Modulveranstaltungen an, um den unterschiedli-chen Kenntnisständen gerecht zu werden. Das gilt besonders für Ausbildungsinhalte mit relativ großen Vorerfahrungen oder speziellen Zusatzstudiengängen. (Deutsch als Zweitsprache, Theaterpädagogik, Mediendidaktik, Mündlichkeit, usw.)

Schule: Wir legen großen Wert darauf, dass die LA im Fach Deutsch keine Teillehraufträge haben, sie unterrichten den kompletten DU in einer Klasse.

Persönliche Entwicklungspläne
Ausgangspunkt ist eine individuelle Standortbestimmung mit Hilfe eines persönlichen Entwicklungsbogens. Diese Standortbestimmung wird im Lauf der Ausbildung kontinuierlich evaluiert und fortgeschrieben. Hinter den einzelnen Punkten dieser Profilanalyse stehen Kompetenz- und Handlungsfelder, die das gesamte Spektrum eines zeitgemäßen Deutschunterrichtes in der Sekundarstufe abbilden.

Sprache als Unterrichtsprinzip:
Wir sehen in Sprache die zentralen Kompetenzen zur Teilhabe an Lebenswelten. Der
Mensch unterscheidet sich vor über die Sprache von anderen Lebewesen. Sie befähigt ihn,
die Welt mit Begriffen zu belegen und damit auch, sich seiner Selbst bewusst zu werden.
Die Sprache ermöglicht es uns, "die Welt uns anzueignen", indem wir Wissen aufbauen,
Wahrnehmungen und Emotionen verarbeiten. Über Sprache nehmen wir Teil an unserer
Welt / unseren Welten, kommunizieren mit anderen, positionieren uns und werden von
Anderen positioniert. Die Sprachkompetenz in der Muttersprache entscheidet auch über die
Fähigkeiten, sich Zweit- und Drittsprachen anzueignen und damit über Bildungser- oder
Misserfolg. Der Schule insgesamt und dem Deutschunterricht kommen dabei entscheiden-
de Bedeutung zu. Jeder Unterricht ist immer auch Deutschunterricht!

Deutschunterricht und Kompetenzen
Die Bildungspläne in Baden- Württemberg basieren auf prozess- und inhaltsbezogenen
Kompetenzen, die auch für Deutschunterricht den verbindlichen Rahmen abstecken. Das
ist allerdings mit der Schwierigkeit verbunden, dass im Fach Deutsch Kompetenzen, die
sich auf die Entwicklung der Person beziehen, sehr oft mit den Inhalten zusammenfallen,
weil die Sprache, mit der gelernt wird gelichzeitig der Gegenstand des Lernens ist.

Deutschunterricht im Kontext der Inhalte
Kompetenzen stehen nicht für sich, sie stehen immer im Dialog mit den Inhalten. Rhetori-sche Brillanz kann auch missbraucht werden. Sprache kann der Entfaltung und Entwick-lung einer empathischen und demokratischen Grundhaltung dienen, genauso aber zum Mittel der Angst, der Zensur oder Selbstzensur werden. Deshalb kann Deutschunterricht nie losgelöst von Inhalten gesehen werden. Es geht darum, Haltungen und Werte zu entwickeln, die tragen sind von wertschätzender Kommunikation, Empathie, Toleranz und demokratischer Grundhaltung. Nur so kann es gelingen, bei Heranwachsenden dies auch zum persönlichkeitstragenden Selbstverständnis werden zu lassen. (Siehe auch das BNE Papier des Faches Deutsch).

Die Grenze meiner Sprache ist die Grenze meiner Welt (Wittgenstein)


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