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Informatik am Seminar (und in der Schule)

Neue Medien im Unterricht

"Als Neue Medien im weiteren Sinne werden heute meist Medien bezeichnet, die auf Daten in digitaler Form zugreifen, also z.B. E-Mail, World Wide Web, DVD, CD-ROM, etc. Im engeren Sinne sind Dienste gemeint, die über das Internet möglich sind.
Als Kennzeichen der Neuen Medien lassen sich die rechnergestützte Handhabung, das digitale Vorliegen der Daten sowie die Interaktivität beim Umgang mit diesen Daten festhalten.
Der Begriff ist allerdings nicht so neu wie es auf den ersten Blick hin scheint, sondern tauchte immer wieder im Wandel der Zeit auf, sei es für neue Medien oder auch nur neue Medientechniken. Anfänglich wurde damit das Radio bezeichnet, in den Anfängen des Fernsehens wurde er für dieses gebraucht, und mit dem Aufkommen von Videotext und BTX wurden diese als Neue Medien ausgezeichnet. Seit Mitte der 90er Jahre ist er für die digitalen Medien bzw. die verschiedenen Formen der Internet-Kommunikation gebräuchlich.
Erst die Digitalisierung von Informationen, Ton, Bild, Bewegtbild, etc. und die schnelle Weiterentwicklung der Kompressionsverfahren ermöglichten die Bewältigung der enorm großen Datenmengen, wodurch der Übergang von der Dienstleistungsgesellschaft in die Informationsgesellschaft eingeleitet wurde. Manchmal wird auch der Begriff Multimedia durch den der Neuen Medien ersetzt, da durch die Digitalisierung die Integration von allen möglichen Kommunikationswegen wie Sprache und Text, Video und Audio, Telekommunikation, Unterhaltungselektronik und Computertechnik geschehen kann, und dieses Zusammenwachsen bezeichnend ist für die Angebote der neuen Informations- und Medienwelt." (siehe: http://de.wikipedia.org/)

Charakteristisch für den Informatik-Bereich schulischen Lernens ist es, dass typische Arbeitsweisen eingeübt und angewandt werden. Dies sind insbesondere Beobachten, Untersuchen, Experimentieren, Analysieren, Planen, Konstruieren, Herstellen, Bewerten und Präsentieren mit Hilfe von Computern und den darauf enthaltenen Programmen (also der Software). In konstruktiven Prozessen, bei Fragen der Informationsauswahl, der eingesetzten Software und geeigneten Darstellungs- und Präsentationsformen werden u.a. auch ökonomische und ökologische Zusammenhänge beachtet. Informationsbeschaffung aus verschiedenen Medien (u.a. Internet), die Darstellung der Ergebnisse mit Hilfe des Computers oder entsprechender Präsentations-Software und die Verwendung geeigneter Simulationsprogramme sind Teile der informationstechnischen Grundbildung und können zur eigenständigen Erschließung und zur Vernetzung unterschiedlicher Perspektiven beitragen. Die Verwendung entsprechender Kommunikationsformen (E-Mail, Dateiupload/-download) ist ein weiterer Aspekt des Informationsaustausches.

Seminarprofil Nachhaltigkeit:
Das Konzept der Nachhaltigkeit für Computerhardware und -Software umfasst folgende Sichtweisen:

1. Bedenklich ist aus umweltpolitischer Sicht das wachsende Aufkommen von Elektronikschrott in Form von Altgeräten.
2. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht führen die wachsenden Hardwareanforderungen, die sich aus dem Erscheinen neuer Betriebssystem- und Programmversionen ergeben, zu immer kürzeren Produktlebenszyklen.
3. Aus Sicht des Systemadministrators besteht der Wunsch nach Sicherheit, Kontinuität und geringem Wartungsaufwand für Hard- und Software (Stichwort: Musterlösung, Homepage in Form eines Content Management Systems).
4. Aus Sicht der Seminarmitarbeiter besteht der Wunsch nach Weiterbildung, internen Trainingsmaßnahmen sowie nach der Möglichkeit, die alte Hardware weiter zu benutzen und/oder zu erwerben.
 

Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter sollen folgende Zielsetzungen auf verschiedenen Ebenen erwerben:

a. Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter sollen selbst medienkompetent werden, d.h. sie sollen in der Lage sein,
* Medienangebote für fachliches und überfachliches Lernen, für Information und Kommunikation, für Entscheidungsfindung und Problemlösung sinnvoll zu nutzen,
* Medienangebote und die mit ihnen verbundenen Zeichensysteme zu verstehen und zu bewerten,
* das Wirkungspotential unterschiedlicher Medien zu durchschauen und einzuschätzen,
* Medien für Lernen und zur Artikulation eigener Sichtweisen selbst zu gestalten und Öffentlichkeit für wichtige Themen herzustellen,
* Bedingungen der Produktion und Verbreitung von Medien im gesellschaftlichen Zusammenhang zu analysieren, Einflussmöglichkeiten wahrzunehmen und eine - am Gemeinwesen orientierte - Medienkultur mitzugestalten.

b.
Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter sollen in der Lage sein, den Stellenwert von Medien für die Schülerinnen und Schüler in angemessener Weise bei ihren medienpädagogischen Überlegungen und Aktivitäten einzubeziehen, d.h.
* die Bedeutung von Medien für Kinder und Jugendliche in sensibler Weise zu erfassen und
* als Ausgangssituation des Lernens mit und über Medien hinreichend zu berücksichtigen.

c.
Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter sollen in der Lage sein, in ihrem Unterricht Medienangebote in reflektierter Weise zu verwenden, d.h.
* Medienangebote für ihre Fächer nach lernrelevanten Kriterien zu analysieren und auszuwählen,
* Konzepte für die Verwendung von Medien im Rahmen weiterentwickelter Lehr- und Lernformen zu erarbeiten.

d.
Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter sollen in der Lage sein, in ihrem Unterricht Medienthemen angemessen zu behandeln, d.h.
* die Bedeutung von Medien für inhaltliche und methodische Fragen ihres Faches zu bedenken,
* Lernprozesse im Sinne von Medienerziehung und informationstechnischer Grundbildung bei den Schülerinnen und Schülern anzuregen und zu unterstützen.

e.
Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter sollen in der Lage sein, personale und institutionelle Bedingungen für medienpädagogische Umsetzungen zu durchschauen, d.h.
* die Bedeutung der Medien für Fragen der Professionalität des Lehrberufs zu reflektieren,
* schulische Bedingungen von Medienverwendung, Medienerziehung und informationstechnischer Grundbildung zu bedenken und
* Ideen für die schulische Umsetzung zu entwickeln.

Folgende Überlegungen liegen dem Diskussionspapier zugrunde.
Ausgangslage und Problemstellung

Neue Medien haben für Individuen und Gesellschaft, für Freizeit und Arbeitswelt, für Wirtschaft und Politik eine außerordentlich große Bedeutung erlangt. Diese wird sich mit der Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien noch verstärken. Die reflektierte und adäquate Nutzung von Medien und der mit ihnen verbundenen Informations- und Kommunikationstechnologien wird für die berufliche Arbeit, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie für eine selbst bestimmte und kreative Gestaltung der Freizeit zunehmend wichtiger werden.

Konsequenzen für die Schule

Für die Schule ergibt sich daraus die Aufgabe, Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung von Kompetenz, Urteilsfähigkeit und Wertbewusstsein im Umgang mit Medien zu unterstützen. Zugleich geht es darum, die medialen Möglichkeiten bei den sich verändernden Formen des Lehrens und Lernens zu nutzen.

Zielperspektive
Kindern und Jugendlichen soll ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln in einer in zunehmendem Maße von Medien geprägten Welt ermöglicht werden. Die Lehreranwärterinnen und Lehreranwärter sind bzw. haben sich so zu qualifizieren,  dass sie die pädagogisch verantwortlich und didaktisch geschickte Heranführung der Kinder an die Informations- und Kommunikationstechnologien angemessen wahrnehmen können. 

Franz-Daniel Pfaff, Netzwerk- und Multimediaberater
Seminar Meckenbeuren

Medienbildungsplan des SSDL Meckenbeuren
Grundschule
WHRS 

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